Ende gut, alles gut


Ende gut, alles gut Wenn Arbeitsverhältnisse enden soll, haben Unternehmer einiges zu tun, damit die Trennung von ihrem Mitarbeiter im Guten verläuft.



Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Die üblichen Formen, um ein Arbeitsverhältnis zu beenden, sind:

  • Ende einer Probezeit
  • Kündigung seitens des Arbeitnehmers
  • Kündigung seitens des Arbeitgebers
  • Aufhebungsvertrag

Probezeit

Unternehmer, die eine Probezeit vereinbaren wollen, müssen prinzipiell darauf achten, dass es zwei Formen der Probezeit gibt. Eine vorgeschaltete Probezeit geht automatisch in das Arbeitsverhältnis über. Das Besondere sind dann nur die vereinfachten Kündigungsregelungen in den ersten Arbeitsmonaten. Ein befristetes Probearbeitsverhältnis endet automatisch. Für die weitere Anstellung muss ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen werden.

Kündigungen

Kündigungen von beiden Seiten sind gesetzlich mit vielen Bedingungen und Verpflichtungen verbunden. Frühzeitige Rechtsberatung ist dabei die beste Vorbeugungsmaßnahme, um langwierige Streitereien vorm Arbeitsgericht zu vermeiden. Auf folgender Seite finden Sie eine Einführung zum Thema Kündigungsrecht:
http://www.info-arbeitsrecht.de

Aufhebungsverträge

Aufhebungsverträge sind die Maßnahme, die Arbeitgebern in der Regel angeraten wird. Im Aufhebungsvertrag einigen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber über sämtliche Bedingungen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses, vom Urlaubsrestanspruch bis zur Abfindungssumme. Nachfolgende Rechtsstreitigkeiten können so weitgehend ausgeschlossen werden. Lesen Sie dazu folgende Rechtstipps.
http://www.contentmanager.de

Die Höhe von Abfindungen

Es gibt bisher kein Gesetz, das die Höhe von Abfindungszahlungen festlegt. Häufig geht man jedoch von einer Regelabfindung aus. Sie beträgt ein halbes Bruttomonatseinkommen pro Beschäftigungsjahr. So bekäme ein Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn von 4.000 € nach zehn Arbeitsjahren eine Abfindungssumme von 20.000 €.
Die Regelabfindung wird z.B. angesetzt, wenn Unternehmer eine unwirksame Kündigung ausgesprochen haben, die sie nicht zurück nehmen wollen. Seit dem 1. Januar 2006 müssen Abfindungen komplett versteuert werden. Dabei gilt die sogenannte Fünftel-Regelung. Mehr zum Thema Abfindung finden Sie auf folgender Seite:
http://www.dr-hildebrandt.de

Die Geheimsprache im Arbeitszeugnis

Nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat jeder Arbeitnehmer ein Recht auf ein Arbeitszeugnis. Kommt der Unternehmer seiner Pflicht nicht nach, kann das fehlende Zeugnis auf rechtlichem Wege eingeklagt werden. Auch bei ungerechtfertigt negativen Zeugnissen gibt es die Möglichkeit, eine positivere Variante einzuklagen.

Der Sinn eines Arbeitszeugnisses würde sich ohnehin erübrigen, wenn sich der Arbeitgeber eindeutig negativ über seinen ehemaligen Mitarbeiter äußert. Es hat sich jedoch eine Art Zeugnissprache entwickelt, mit der Unternehmer bestimmte Signale zwischen den Zeilen setzen. Natürlich ist es nicht so, dass es eine geheime Liste von Code-Wörtern gibt, die nur Unternehmern bekannt sind. Der Trick besteht ganz allgemein in der Kunst, negative Botschaften in positive Formulierungen zu verkleiden.

Hat sich jemand als Störenfried erwiesen, der seine Kollegen gern von der Arbeit abhielt, kann das dann so klingen: „Er war bei seinen Mitarbeitern sehr beliebt und trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.“

Die Formulierung: „Ihr übertragene Aufgaben erledigte sie stets zuverlässig“ kann bedeuten, dass es sich hier um eine sehr unselbständige Mitarbeiterin handelte.

Ein Mitarbeiter, der sich häufig beschwert hat, „machte viele Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsablaufes.“

Jemand, der für seine Arbeit in der Regel länger brauchte als andere, „widmete sich seinen Aufgaben stets gründlich und ausführlich.“

Weitere Beispiele dafür, wie Personalchefs ihre Mitarbeiter „wegloben“ finden Sie auf folgender Seite: http://www.internetratgeber-recht.de/

Viele solcher Formulierungen können dennoch rein positive Botschaften sein und als solche ankommen. Dann hebt eine weitere Formulierung die negative Deutungsmöglichkeit wieder auf. Etwa: „Er machte viele Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsablaufes, die effektiv umgesetzt werden konnten.“

Arbeitgeber bzw. Sachbearbeiter, die für die Formulierung von Arbeitszeugnissen zuständig sind, sollten ihre Schreiben in jedem Fall auf negative Deutungsmöglichkeiten überprüfen und zur Sicherheit einer anderen Person zum Gegenlesen geben.

Formale Anforderungen an das Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse unterliegen keinen strengen formalen Vorschriften, allerdings sollten sie folgende Punkte erfüllen:

  • Verwendung von Geschäftspapier und Datierung
  • Angaben über Zeitraum, Position und Art der Tätigkeit
  • Kurze und wahrheitsgemäße Beschreibung der wichtigsten Aspekte des Arbeitsverhaltens auf fachlicher und sozialer Ebene
  • Abschließende Worte
  • Unterschrift des Unternehmers, des Personalchefs oder eines Sachbearbeiters in Vertretung (mit dem Kürzel i.V.)

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