Bewusster Konsum schützt vor Fehlkäufen, Täuschungsmanövern und damit vor Ärger
und Enttäuschung. Verbraucher haben in Deutschland vielfältige Möglichkeiten,
sich vorab zu informieren, aber auch aktiv ihre Rechte einzufordern.
Das Ministerium besitzt eine eigene Abteilung für den Bereich Verbraucherschutz.
Hier wird an den gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Schutz von Verbrauchern
gearbeitet. So wurde etwa im Jahr 2008 das Verbraucherinformationsgesetz (VIG)
für Lebensmittel verabschiedet.
Weitere Interessen der konsumierenden Bürger wie z.B. Schutz von Kundendaten
oder die Einforderung von Service-Standards werden ebenfalls auf höchster Ebene
gestärkt. Zusätzlich veröffentlicht das BMELV laufend Tipps und Warnungen für
Verbraucher.
http://www.bmelv.de
Dem Bundesministerium angeschlossen ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit, das die Einhaltung der gesetzlichen Verbraucherschutzregelungen
überwacht. Verstöße von Herstellern und Händlern werden vom BVL im Bereich
Lebensmittel und Bedarfsgegenstände verfolgt, aufgedeckt und geahndet.
Arbeitsergebnisse und Erkenntnisse der Behörde werden laufend im „Journal
für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ veröffentlicht.
www.bvl.bund.de
Versicherungen und Finanzdienstleister (Kreditinstitute) werden von dieser
Behörde überwacht. Außerdem ist sie Anlaufstelle für Verbraucherbeschwerden.
Diese werden vor als Hinweise auf Rechtsübertretungen behandelt und ggf.
überprüft. Hierfür gibt es ein eigens eingerichtetes Verbrauchertelefon.
Weiterhin gibt die BaFin Broschüren mit Hinweisen und Warnungen für den
Bereich Finanzdienstleistungen heraus.
www.bafin.de
Verbraucherzentralen sind öffentliche Einrichtungen zum Schutz von
Verbraucherinteressen. Sie werden zum großen Teil von öffentlichen Geldern
finanziert, um Verbraucherinteressen zu bündeln und durchzusetzen. Dabei können
sie juristisch auftreten, also etwa bei mehrfacher Verletzung von Kundeninteressen
gegen ein Unternehmen Klage einreichen. Zu ihren Aktivitäten gehört aber auch
die umfangreiche Aufklärung über aktuelle Verletzungen von Verbraucherinteressen
durch Hersteller und Dienstleister. Zudem bieten alle Verbraucherzentralen
gegen eine entsprechende Gebühr individuelle Beratungen an.
Die Verbraucherzentrale hat sich in allen Bundesländern etabliert und ist dort
jeweils regional spezifisch organisiert. Der Bundesverband Verbraucherzentrale
vertritt Verbraucherinteressen auf Bundesebene.
Ebenfalls von öffentlichen Mitteln finanziert ist die Stiftung Warentest, die
vor allem operativ arbeitet und in allen Bereichen des Alltagskonsums
Produktvergleiche vornimmt. Die Produktbewertungen dieser Stiftung sind eine
konkrete Orientierung, um Verbrauchern die bewusste Kaufentscheidung zu erleichtern.
Ausführliche Dokumentationen zu den Test-Ergebnissen können jeweils käuflich
bezogen werden. Kurzversionen und Punktbewertungen werden im Internet veröffentlicht.
Von der Stiftung Warentest wird auch das Schwerpunkt-Magazin „Finanztest“ mit
Überprüfungen von Angeboten der Finanzdienstleister herausgegeben.
www.test.de
Öko-Test ist ein eigenständiges Unternehmen, das Produkte nach ihrer biologischen
und Umwelt-Verträglichkeit testet. Die Testergebnisse werden ausführlich im
gleichnamigen Zeitschriftenmagazin dokumentiert und in Kurzform im Internet veröffentlicht.
www.oekotest.de
Der ursprüngliche Greenpeace Aktionist Thilo Bode hat sich irgendwann überlegt,
dass nicht nur Tiere sondern auch Menschen vor dem Menschen geschützt werden müssen,
genauer gesagt vor der Lebensmittel-Industrie. Mit der Organisation Foodwatch hat
er eine starke Lobby für alle Verbraucherinteressen rundum die Ernährung geschaffen.
Mit der Internet-Aktion „abgespeist“ werden die „Lebensmittellügen“ der Industrie
aufgedeckt und damit der Glaube an viele werbewirksame Behauptungen zerstört.
Von Thilo Bode erschien außerdem das Buch „Die Essensfälscher“.
www.foodwatch.de
Die „Mutterorganisation“ Bodes, Greenpeace, macht sich inzwischen selbst
im Verbraucherschutz stark und warnt in ihrer Online-Rubrik „Einkaufsnetz“
laufend vor neuen genmanipulierten Produkten.
http://www.greenpeace.de/
An dieser Stelle sei auf eine weitere Initiative zum Thema Essen hingewiesen.
In weitestem Sinne ist auch Slowfood eine Organisation des Verbraucherschutzes.
Sie setzt sich zumindest für nicht-industrialisiertes Essen ein und weist damit
den Weg, der aus der Macht der großen Lebensmittelkonzerne heraus zum wirklich
naturverbundenen Essen führt.
www.slowfood.de
Unabhängig von den großen Verbraucherschutz-Organisationen bzw. – Unternehmen gibt es auch mehrere Eigeninitiativen von Verbrauchern.
1985 gründete sich der Bundesverband der Verbraucher, der sich vor allem zur
Initiative für ökologische und sozial verträgliche Produkte entwickelt hat.
Von dieser Organisation geht u.a. die Initiative „Fair Trade“ aus, die sich
für einen Warenimport einsetzt, der den Lieferanten im Ursprungsland eine
gerechte Bezahlung garantiert. Mit der Sendung „Service-Zeit“ hat die
Verbraucherinitiative beim WDR ein regelmäßiges TV-Sendeformat etabliert.
www.verbraucher.org
Die Internetplattform Konsumo bietet eine Orientierung für Verbraucher,
um durchdachte Kaufentscheidungen vorzubereiten. Im Ratgeber-Teil findet man
zum Beispiel für alle gängigen Produktgruppen detaillierte Checklisten, in denen
auch die wichtigsten Produktparameter erklärt werden. Alle Ratgeber-Texte sind
von Verbrauchern für Verbraucher geschrieben worden. Weiterhin findet man bei
Konsumo News aus dem Bereich des Verbraucherschutzes.
www.konsumo.de
Die Verbraucherschutzgesellschaft setzt sich in ganz konkreten Fällen für
Verbraucherinteressen ein. Über sie werden Produktbeschwerden an Hersteller-
bzw. Dienstleisterfirmen weiter geleitet. Auf den Internetseiten werden Warnungen
vor kursierenden Täuschungsangeboten veröffentlicht, und es gibt eine
Empfehlungsliste für besonders seriöse Unternehmen, die monatlich erweitert wird.
www.verbraucherschutz.de
In dieser virtuellen Plauderecke kann man Verbraucherfragen stellen oder
beantworten oder im umfangreichen Archiv vielleicht sogar die Antwort auf eine
Frage finden, die man gerade selbst stellen wollte.
www.verbraucherschutz-forum.de
Betrügereien im Internet - Laut einer Umfrage
wurden 2% der Befragten schon beim Online-Banking betrogen, 7% gaben an,
dass ihre Zugangsdaten ausspioniert wurden. Die BDP GmbH stellt die
häufigsten Betrugsfälle vor und macht sich stark für den Verbraucherschutz
im Internet.
www.bdp-gmbh-verbraucherschutz.de